Millionäre in Deutschland & weltweit Aktuelle Zahlen zur Vermögensverteilung 2026

Millionäre in Deutschland & weltweit: Aktuelle Zahlen zur Vermögensverteilung 2026

Wie viele Millionäre gibt es 2026 weltweit? Wie viele davon leben in Deutschland? Und wie stark konzentriert sich das globale Vermögen tatsächlich auf eine kleine Gruppe?

Die aktuellen Vermögensberichte von UBS und Capgemini zeigen: Die Zahl der Millionäre ist 2026 erneut gestiegen. Besonders stark war das Vermögenswachstum im Jahr 2025, das von steigenden Aktienkursen, sinkender Inflation und starken Entwicklungen an den Finanzmärkten getragen wurde.

Gleichzeitig bleibt Vermögen weltweit sehr ungleich verteilt. Ein großer Teil der Bevölkerung besitzt nur geringe finanzielle Rücklagen, während eine relativ kleine Gruppe einen erheblichen Anteil des weltweiten Privatvermögens kontrolliert.

Weltweit gibt es inzwischen mehr als 60 Millionen Dollar-Millionäre

Nach dem UBS Global Wealth Report 2026 stieg die Zahl der US-Dollar-Millionäre im Jahr 2025 um rund 1,5 Prozent. Damit kamen weltweit knapp eine Million neue Millionäre hinzu – mehr als 2.600 pro Tag.

Die UBS zählt dabei das gesamte persönliche Nettovermögen. Dazu gehören unter anderem Finanzvermögen und Immobilien abzüglich Schulden.

Das Ergebnis zeigt, wie stark sich die globale Vermögensstruktur in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Immer mehr Menschen erreichen die Schwelle von einer Million US-Dollar Nettovermögen.

Allerdings bedeutet „Dollar-Millionär“ nicht automatisch, dass eine Person eine Million Euro auf dem Bankkonto besitzt. Wechselkurse und die Bewertung von Immobilien und anderen Vermögenswerten spielen eine wichtige Rolle.

Deutschland: Rund 2,6 Millionen Dollar-Millionäre

Deutschland gehört weiterhin zu den Ländern mit besonders vielen Millionären.

Nach den Berechnungen von UBS gab es 2025 in Deutschland rund 2,6 Millionen Menschen mit einem Nettovermögen von mindestens einer Million US-Dollar. Das entspricht gegenüber 2024 einem Anstieg von ungefähr einem Prozent.

Damit gehört Deutschland weltweit zu den wichtigsten Millionärsmärkten.

Noch bemerkenswerter ist die Konzentration des Vermögens: Nach UBS-Angaben verfügten die deutschen Dollar-Millionäre über rund 46 Prozent des gesamten Privatvermögens Deutschlands.

Das verdeutlicht, wie stark Vermögen auch innerhalb eines wohlhabenden Landes konzentriert sein kann.

Deutschland gehört zur weltweiten Millionärs-Spitzengruppe

Die USA bleiben mit großem Abstand der wichtigste Millionärsmarkt.

Danach folgen unter anderem China, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich. UBS zufolge zählten die USA, Festlandchina, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich 2025 jeweils mehr als zwei Millionen Dollar-Millionäre.

Die genaue Rangfolge hängt davon ab, ob man das gesamte Nettovermögen, investierbares Vermögen oder andere Definitionen zugrunde legt.

Die wichtigsten Millionärsmärkte

Land Bedeutung 2026
USA weltweit mit Abstand größter Millionärsmarkt
China zweitwichtigster Markt
Japan mehr als 2 Mio. Millionäre
Deutschland rund 2,6 Mio. Dollar-Millionäre
Großbritannien mehr als 2 Mio. Millionäre
Frankreich mehr als 2 Mio. Millionäre

Die Angaben beziehen sich auf UBS-Daten für Ende 2025, die im Global Wealth Report 2026 veröffentlicht wurden.

Warum 2025 so viele neue Millionäre entstanden

Der starke Anstieg der Millionärszahl hängt vor allem mit der Entwicklung der Finanzmärkte zusammen.

2025 profitierten viele Vermögende von steigenden Aktienkursen. Besonders Unternehmen aus dem Technologie- und KI-Bereich verzeichneten starke Kursentwicklungen.

UBS beziffert das Wachstum des weltweiten Privatvermögens 2025 auf 10,8 Prozent in US-Dollar. Damit war es das stärkste Wachstum seit mehreren Jahren.

Auch Capgemini kommt zu einem sehr positiven Ergebnis. Das weltweite Vermögen der sogenannten HNWI stieg 2025 um 8,7 Prozent auf 98,3 Billionen US-Dollar.

Die Unterschiede zwischen UBS und Capgemini entstehen vor allem durch unterschiedliche Definitionen und Berechnungsmethoden.

Capgemini zählt 25,3 Millionen vermögende Privatpersonen

Der World Wealth Report 2026 von Capgemini kommt für Ende 2025 auf weltweit 25,3 Millionen HNWIs.

Das entspricht einem Anstieg von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Gesamtvermögen dieser Gruppe erreichte 98,3 Billionen US-Dollar.

Wichtig ist die Definition: Capgemini bezeichnet als HNWI Personen mit mindestens 1 Million US-Dollar investierbarem Vermögen. Der Hauptwohnsitz, Sammlerstücke, Verbrauchsgüter und langlebige Konsumgüter werden dabei nicht berücksichtigt.

Deshalb ist die Zahl von Capgemini deutlich niedriger als die von UBS.

Beide Zahlen sind also nicht widersprüchlich – sie messen unterschiedliche Vermögensbegriffe.

UBS und Capgemini: Warum die Millionärszahlen unterschiedlich sind

Beim Thema Millionäre ist ein Blick auf die Methodik besonders wichtig.

UBS

UBS betrachtet das gesamte persönliche Nettovermögen. Immobilien und andere Vermögenswerte können dabei einbezogen werden.

Capgemini

Capgemini betrachtet investierbares Vermögen. Der selbst bewohnte Hauptwohnsitz wird ausgeschlossen.

Das bedeutet:

Eine Person könnte beispielsweise ein Haus im Wert von 800.000 Euro besitzen, zusätzlich 300.000 Euro in Aktien und 100.000 Euro weitere Vermögenswerte haben und damit nach einer bestimmten Nettovermögensdefinition Millionär sein.

Bei Capgemini würde sie möglicherweise nicht als HNWI gelten, weil das investierbare Vermögen unter einer Million US-Dollar liegt.

Für Statistiken über Millionäre ist deshalb die Definition mindestens genauso wichtig wie die Zahl selbst.

Deutschland wächst bei den vermögenden Privatpersonen besonders stark

Capgemini meldet für Deutschland 2025 einen Anstieg der HNWI-Bevölkerung um 11,1 Prozent. Das Vermögen dieser Gruppe stieg sogar um 12,7 Prozent.

Damit gehörte Deutschland zu den Ländern mit besonders starkem Wachstum.

Die Entwicklung war Teil eines europäischen Aufschwungs: Die HNWI-Bevölkerung in Europa wuchs 2025 insgesamt um 6,5 Prozent.

Deutschland entwickelte sich damit deutlich stärker als beispielsweise Frankreich oder Großbritannien.

Wie hoch ist das durchschnittliche Vermögen in Deutschland?

UBS weist für Deutschland 2025 ein durchschnittliches Vermögen von etwa 346.613 US-Dollar pro erwachsenem Menschen aus.

Damit liegt Deutschland international auf Rang 14.

Das Medianvermögen liegt allerdings wesentlich niedriger. UBS nennt für Deutschland rund 53.485 US-Dollar pro Erwachsenen.

Dieser Unterschied ist besonders aufschlussreich.

Durchschnitt und Median erzählen zwei unterschiedliche Geschichten

Der Durchschnitt wird stark von sehr vermögenden Personen beeinflusst.

Angenommen, zehn Personen besitzen jeweils 50.000 Euro und eine elfte Person besitzt 20 Millionen Euro. Der Durchschnitt steigt dadurch massiv, obwohl zehn von elf Menschen weiterhin nur 50.000 Euro besitzen.

Der Median funktioniert anders. Er bezeichnet vereinfacht gesagt den Wert, bei dem die Hälfte der Menschen mehr und die andere Hälfte weniger besitzt.

Deshalb ist das Verhältnis von Durchschnitts- und Medianvermögen ein wichtiger Hinweis auf die Vermögensverteilung.

Deutschland hat ein vergleichsweise hohes Durchschnittsvermögen, aber einen deutlich niedrigeren Median.

Die globale Vermögenspyramide

UBS teilt die erwachsene Weltbevölkerung in verschiedene Vermögensklassen ein.

Für 2025 ergibt sich folgende Größenordnung:

Vermögensklasse Anteil der Erwachsenen weltweit
Unter 10.000 US$ etwas über 41 %
10.000–100.000 US$ großer mittlerer Bereich
100.000–1 Mio. US$ rund 15,3 %
Über 1 Mio. US$ rund 1,5 %

Die Zahlen stammen aus der globalen Vermögenspyramide von UBS.

Damit gehört weltweit nur etwa jeder 67. Erwachsene zur Gruppe mit mehr als einer Million US-Dollar Vermögen.

Millionär zu sein bleibt global betrachtet also eine große Ausnahme.

Mehr als 40 Prozent besitzen weniger als 10.000 US-Dollar

Besonders deutlich wird die globale Ungleichheit am unteren Ende der Vermögenspyramide.

UBS zufolge hatten 2025 etwas mehr als 41 Prozent der Erwachsenen weltweit weniger als 10.000 US-Dollar Vermögen.

Allerdings hat sich die Situation langfristig verändert.

Im Jahr 2000 lag der Anteil der Erwachsenen mit weniger als 10.000 US-Dollar noch bei fast 75 Prozent. Bis 2025 sank er auf etwas mehr als 41 Prozent.

Das bedeutet: Trotz der weiterhin enormen Ungleichheit sind weltweit auch viele Menschen in höhere Vermögensklassen aufgestiegen.

Die reichsten 1 Prozent besitzen einen enormen Anteil

Auch innerhalb der Gruppe der Wohlhabenden ist das Vermögen nicht gleichmäßig verteilt.

Capgemini berichtet, dass die reichsten 1 Prozent der HNWIs 34,8 Prozent des gesamten HNWI-Vermögens besitzen.

Noch stärker ist die Konzentration an der Spitze.

Die Zahl der sogenannten Ultra-High-Net-Worth Individuals, kurz UHNWIs, lag 2025 weltweit bei etwa 250.000 Personen. Ihre Zahl stieg um 9,4 Prozent.

Als UHNWIs gelten bei Capgemini Personen mit mindestens 30 Millionen US-Dollar investierbarem Vermögen.

250.000 Superreiche gegenüber 25,3 Millionen HNWIs

Die Größenordnungen zeigen, wie stark die Vermögenspyramide nach oben hin dünner wird.

Gruppe Anzahl weltweit, Ende 2025 Definition nach Capgemini
HNWI 25,3 Mio. mindestens 1 Mio. US$ investierbares Vermögen
Mid-Tier-Millionäre Teilgruppe 5–30 Mio. US$
UHNWIs ca. 250.000 mindestens 30 Mio. US$

Die Gruppe der Ultra-Reichen ist also winzig. Gleichzeitig verfügt sie über enorme finanzielle Ressourcen.

Deutschland hat auch besonders viele Milliardäre

Am oberen Ende der Vermögenspyramide wird Deutschland ebenfalls sichtbar.

UBS zählt für 2026 insgesamt 3.302 US-Dollar-Milliardäre weltweit. Das sind 383 mehr als im Vorjahr – ein Anstieg von rund 13,1 Prozent.

Mehr als 1.000 dieser Milliardäre leben in den USA, 562 in Festlandchina und 211 in Indien.

Deutschland folgt mit 193 Milliardären und gehört damit zu den Ländern mit den größten Milliardärspopulationen weltweit.

Wo konzentriert sich das globale Vermögen?

Die USA und China nehmen eine Sonderstellung ein.

UBS zufolge verbleibt mehr als die Hälfte des weltweiten Privatvermögens in den USA und Festlandchina.

Das erklärt auch, warum die Entwicklung der Aktien- und Immobilienmärkte in diesen beiden Ländern einen erheblichen Einfluss auf die weltweite Vermögensstatistik hat.

Die USA profitieren insbesondere von:

  • hoher Aktienmarktkapitalisierung
  • großen Technologieunternehmen
  • Unternehmertum
  • hohen Einkommen
  • starkem Immobilienvermögen

China verfügt dagegen über eine enorme wirtschaftliche Basis und eine große Zahl vermögender Unternehmer und Privathaushalte.

Deutschland: Hoher Wohlstand, aber auffällige Vermögenskonzentration

Deutschland ist ein interessantes Beispiel für die Unterschiede zwischen Wohlstand und Vermögensverteilung.

Einerseits gehört das Land zu den weltweit vermögenden Volkswirtschaften. Das durchschnittliche Vermögen pro Erwachsenen liegt laut UBS bei mehr als 346.000 US-Dollar.

Andererseits liegt das Medianvermögen mit rund 53.500 US-Dollar erheblich niedriger.

Die Differenz zeigt, dass das Vermögen nicht gleichmäßig verteilt ist.

Immobilienbesitz, Unternehmensbeteiligungen, Aktien und andere Kapitalanlagen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Aktienmärkte sind ein entscheidender Millionärstreiber

Die aktuellen Zahlen zeigen außerdem, dass Millionärszahlen stark von den Kapitalmärkten abhängen.

Wenn Aktienkurse steigen, erhöht sich das Vermögen von Menschen mit großen Wertpapierportfolios unmittelbar.

2025 war genau das der Fall.

Capgemini führt das starke Wachstum des HNWI-Vermögens vor allem auf robuste Aktienmärkte und die Entwicklung KI-bezogener Unternehmen zurück.

Das erklärt auch, warum sich die Zahl der Millionäre von Jahr zu Jahr verändern kann, ohne dass alle Betroffenen plötzlich höhere Einkommen erzielen.

Immobilien bleiben ein wichtiger Vermögensbaustein

Beim Vergleich von Millionärsstatistiken darf außerdem der Immobilienbesitz nicht vergessen werden.

Gerade in Deutschland steckt ein erheblicher Teil des Privatvermögens in Immobilien.

Eine selbst genutzte Immobilie kann über Jahrzehnte erheblich an Wert gewinnen. Gleichzeitig produziert sie nicht automatisch laufende liquide Einnahmen.

Genau deshalb unterscheiden sich Statistiken von UBS und Capgemini so stark: Die Frage lautet nicht nur „Wie viel besitzt jemand?“, sondern auch „Welche Art von Vermögen wird gezählt?“.

Vermögensverteilung verändert sich weltweit

UBS stellt für die vergangenen Jahrzehnte eine langfristige Verschiebung der Vermögensstruktur fest.

Der Anteil der Erwachsenen mit sehr geringem Vermögen ist deutlich gesunken, während die mittleren und höheren Vermögensklassen gewachsen sind.

Gleichzeitig weist UBS darauf hin, dass Durchschnittsvermögen und Medianvermögen seit 2020 zunehmend auseinanderlaufen. Das deutet auf eine ungleichmäßige Verteilung der Vermögenszuwächse hin.

Mit anderen Worten: Es gibt weltweit mehr Vermögen – aber nicht jeder profitiert davon im gleichen Maß.

Was bedeutet eine Million Euro oder Dollar 2026?

Die Millionärsgrenze ist außerdem stark von der Währung abhängig.

Eine Million US-Dollar entspricht 2026 nicht exakt einer Million Euro. Wechselkurse können die Zahl der Millionäre in internationalen Statistiken deshalb beeinflussen.

Bei UBS ist die relevante Schwelle 1 Million US-Dollar Nettovermögen.

Wer beispielsweise eine Million Euro besitzt, kann je nach Wechselkurs über oder unter der entsprechenden Dollargrenze liegen.

Für internationale Vergleiche ist die Dollardefinition deshalb sinnvoll, für die persönliche Vermögensplanung in Deutschland aber nur bedingt aussagekräftig.

Die Zahl der Millionäre dürfte langfristig weiter steigen

Die langfristigen Trends sprechen für eine weitere Zunahme der weltweiten Millionärszahl.

Gründe dafür sind unter anderem:

  • steigende Unternehmenswerte
  • langfristige Aktienmarktentwicklung
  • Immobilienwertsteigerungen
  • Unternehmertum
  • technologische Innovationen
  • Vermögensübertragungen zwischen Generationen
  • steigende Produktivität in vielen Volkswirtschaften

Allerdings sind solche Entwicklungen keineswegs garantiert. Börsencrashs, Immobilienkrisen, Inflation, geopolitische Konflikte oder Währungsschwankungen können Vermögenswerte deutlich verändern.

Fazit: Deutschland bleibt ein Millionärsland

Die Vermögensstatistiken 2026 zeigen eine klare Entwicklung: Weltweit gibt es immer mehr Millionäre, und Deutschland gehört weiterhin zu den Ländern mit einer besonders großen Zahl vermögender Menschen.

UBS kommt für Deutschland auf rund 2,6 Millionen Dollar-Millionäre. Weltweit kamen 2025 knapp eine Million neue Dollar-Millionäre hinzu.

Gleichzeitig zeigt die Vermögenspyramide eine enorme globale Konzentration: Mehr als 40 Prozent der Erwachsenen verfügen über weniger als 10.000 US-Dollar, während nur etwa 1,5 Prozent mehr als eine Million US-Dollar besitzen.

Deutschland befindet sich dabei in einer besonderen Situation. Das durchschnittliche Vermögen pro Erwachsenen liegt mit rund 346.600 US-Dollar international hoch, das Medianvermögen beträgt jedoch nur rund 53.500 US-Dollar.

Die wichtigste Erkenntnis lautet daher: Die Zahl der Millionäre allein sagt wenig über den Wohlstand einer Gesellschaft aus. Entscheidend ist, wie Vermögen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen verteilt ist.

Quellen und weiterführende Informationen

Hinweis: „Millionär“ ist in internationalen Studien nicht einheitlich definiert. UBS und Capgemini verwenden unterschiedliche Vermögenskonzepte. Die Zahlen für 2026 beziehen sich überwiegend auf den Vermögensstand zum Jahresende 2025, der in den 2026 veröffentlichten Berichten ausgewertet wurde.